Der digitale Verwaltungsassistent đŸ€–

Die große Ethik-Frage

 

Im Umgang mit kĂŒnstlicher Intelligenz (KI) wird hĂ€ufig nach ethischen Vorgaben und Leitlinien gefragt. Wie kann ein ethischer Einsatz von KI aussehen? Welche Vorgaben brauchen wir? Und was ist fĂŒr uns ĂŒberhaupt ethisch und unethisch? Diese und Ă€hnliche Fragestellungen begegnen uns in den Medien, im GesprĂ€ch mit Kunden, im privaten Umfeld. Aber auch und insbesondere wir selbst reflektieren immer wieder unsere Arbeit und unsere MaßstĂ€be. Bereits zur GrĂŒndung der Splitbot GmbH hat unser Team gemeinsam Leitlinien zu diesem Thema erarbeitet. Dabei fiel auf: Ethische GrundsĂ€tze zu definieren ist gar nicht so einfach. Denn auch wenn gesamtgesellschaftlich ein gemeinsames VerstĂ€ndnis von Moral und Ethik vorherrscht, ist die Auslegung und die persönliche EinschĂ€tzung des Einzelnen doch in einigen Teilbereichen unterschiedlich. Klar ist fĂŒr uns: Keine Software, ob mit KI oder ohne, hat aus sich selbst heraus ein VerstĂ€ndnis fĂŒr Ethik. Ethische Vorgaben mĂŒssen, sofern dies ĂŒberhaupt möglich ist, durch Menschen erfolgen. Dieser Ansatz spiegelt sich auch in der Definition von Ethik wider. Ethik ist die Wissenschaft der Moral und damit der Beurteilung menschlichen Handelns. Demzufolge geht es vielleicht weniger um das HinzufĂŒgen von Regeln zu unserer Software, sondern darum, ihren ethischen Einsatz sicherzustellen.

Die Annahme, KI besĂ€ĂŸe die FĂ€higkeit selbst zu denken, ist schlicht unwahr. KI ist im Kern nicht viel mehr, als sehr, sehr prĂ€zise Statistik. KI ermittelt Wahrscheinlichkeiten auf Grundlage von Daten. Ohne entsprechende Lerndaten kann ein KI-Programm keine Ergebnisse ermitteln. Eben diese Daten sind die Ursache fĂŒr das gelegentlich unethische erscheinen von KI-Programmen. Wird eine KI zur Auswahl von Bewerbenden beispielsweise nur mit Daten von mĂ€nnlichen Bewerbern angelernt, ist sie nicht in der Lage, weibliche Bewerberinnen gleichrangig zu berĂŒcksichtigen. Es bedarf also, sowohl bei der Datenbereitstellung, als auch bei der Bewertung der gelieferten Ergebnisse, der ethischen EinschĂ€tzung des Menschen. Auch muss die Frage erlaubt sein, inwiefern der Einsatz KĂŒnstlicher Intelligenz zur automatisierten Beantwortung komplexer Fragen nicht eventuell ethischen Prinzipien zuwiderlĂ€uft. Ziel muss es also sein, den handelnden Personen und nicht den Programmen selbst, ethische Vorgaben zu machen. KI ist nur eines von vielen möglichen Werkzeugen, die potenziell missbrĂ€uchlich verwendbar sind.

Doch wie könnten solche Vorgaben aussehen? Dies ist nur eine der vielen Fragen, auf die wir bislang keine abschließende Antwort gefunden haben. Umso dankbarer sind wir fĂŒr die Zusammenarbeit mit Prof. Dr.-Ing. Christian Herzog und den Studierenden des Technikethik Studiengangs der UniversitĂ€t zu LĂŒbeck, die wir kĂŒrzlich begonnen haben. Prof. Dr. Herzog bot uns und anderen Startups aus der Region die Gelegenheit, uns vorzustellen und unsere ethischen Fragestellungen zu prĂ€sentieren. Die Teilnehmenden des Studiengangs werden sich in den kommenden Wochen mit den unterschiedlichsten Ethik-Themen auseinandersetzen und ihre LösungsvorschlĂ€ge prĂ€sentieren. Wir freuen uns sehr auf den intensiven Austausch und insbesondere auf die Betrachtung der Thematik aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Dadurch sind wir in der Lage, bei der weiteren Entwicklung unseres Produktes möglichst viele Aspekte zur berĂŒcksichtigen.

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